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11 Fragen zu Saarbrücken – das CityGuide- Interview

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11 Fragen zu Saarbrücken - das CityGuide- Interview

Im Interview: Charlotte Britz, 51 Jahre, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken

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S - Saarbrücker?

Sind Sie gebürtige(r) Saarbrücker(in)?

Nein, geboren wurde ich in Ottweiler, aber lebe inzwischen schon fast 30 Jahre gerne hier und fühle mich als echte Saarbrückerin.

A - Attraktionen

Saarbrücken bietet eine große Vielfalt an Attraktionen in allen Lebensbereichen. Wo in der City halten Sie sich am liebsten auf?

Das kommt ganz darauf an, was ich gerade vorhabe. Ich nutze die gesamte Vielfalt der Stadt, sei es der St. Johan­ner Markt, die Ludwigskirche, das Nauwieser Viertel, aber auch außergewöhnliche Plätze, wie den Burbacher Waldweiher oder das Ensheimer Gelösch.

A - Anekdote

Können Sie uns eine typische Gegebenheit aus Ihrem Erfahrungsbereich erzäh­len, die Sie in Saarbrücken erlebt haben und die Ihrer Meinung nach auch so nur in Saarbrücken passiert sein kann?

Wenn ich über die Bahnhofstraße laufe, kom­men viele Menschen auf mich zu, mit der Bitte, ihnen bei dem einen oder anderen Problem behilflich zu sein. Vieles lässt sich dann tatsächlich schnell und unkompli­ziert lösen. Ich glaube, in keiner anderen Landeshauptstadt sind die Wege so kurz wie bei uns.

R - Regionale Metropole

Als regionale Metropole ist Saarbrücken sicherlich ein interessanter Wirtschaftsstandort. Was waren Ihre Beweggründe, um sich mit Ihrem Unternehmen/Ihrer Firma hier niederzulassen bzw. ausgerechnet hier Ihre berufliche Zukunft zu su­chen?

Als ich nach Saarbrücken kam, hatte ich ja nicht explizit, wie ein Unterneh­mer, den Wirtschaftsstandort Saarbrücken ausgewählt. Aber Saarbrücken war die Stadt, in die ich nach dem Studium kam, um mich hier sozial, speziell für Frauen, zu engagieren. Da ich in einem Frauenhaus arbeiten wollte und Saarbrücken das erste Frauenhaus in der Region besaß, fühlte ich mich hier sofort zu Hause.

B - Bekannte Saarbrücker

Saarbrücken hat prominente Töchter und Söhne hervor gebracht, die hier ge­boren wurden oder hier lebten. Wer ist für Sie die schillerndste oder beeindruckendste Persönlichkeit Saarbrückens?

Da fällt mir sofort Max Ophüls als welt­weit anerkannter Regisseur ein. Sein Name hat Saarbrücken in der Filmwelt große Bedeutung verschafft. Nach diesem berühmten Saarbrücker mit jüdischen Wurzeln und bewegtem Leben - er flüchtete vor den Nazis nach Paris, dann nach Ameri­ka, um später nach Paris zurückzukehren - ist das renommierte Filmfestival Max- Ophüls-Preis benannt. Es wird seit 1980 jährlich in Saarbrücken veranstaltet und gilt als wichtigstes Festival für den deutschsprachigen Filmnachwuchs.

R - Rischdisch gudd gess

Auch über die typisch saarländische Küche hinaus wartet Saarbrücken mit einer Vielzahl an kulinarischen Genüssen auf. Was schmeckt Ihnen wo am besten?

Schneebällchen bei meiner Mama.

Ü - Über Sie und Ihr Verhältnis zur Stadt

Was verbindet Sie ganz persönlich mit Saarbrücken?

Die Menschen in unserer Stadt mit ihrer herzlichen, offenen Art.

C - Chapeau

Die Nähe zu Frankreich ist in Saarbrücken allgegenwärtig. Welchen typischen französischen Einfluss möchten Sie nicht mehr missen?

Die Leichtigkeit des Seins und die damit verbundene Fähigkeit, das Leben, sich und andere nicht zu ernst zu nehmen.

K - Kultur

Saarbrücken besitzt den Anspruch, Kulturmetropole der Region zu sein. Was be­deutet für Sie Kultur und wie leben Sie Ihre kulturelle Ader hier aus?

Ich genieße die unglaubliche Vielfalt, die unsere Stadt im kulturellen Bereich bietet. In Saarbrü­cken gibt es Theater, Museen, Kino für alle, Programmkino, Festivals, Ausstellun­gen und vieles mehr. Highlights sind natürlich das Filmfestival Max-Ophüls-Preis und das Festival Perspectives du Théatre.

E - Eigenheiten

Saarbrücker sind von Natur aus eigen. Welche typische Saarbrücker Eigenheit findet sich bei Ihnen und welche finden Sie persönlich besonders liebenswert?

Saarbrücker sind tolerant und weltoffen, also sehr europäisch. Das liegt wohl an der durch die Grenzlage begründeten wechselhaften Einflüsse und der besonderen Geschichte der Stadt.

N - Noch eine Antwort…

…auf eine Frage, die Sie gerne gestellt bekommen hätten.

Die Frage würde lau­ten: „Darf ich Ihrer Stadt eine Milliarde Euro schenken?” Da müsste ich nicht lange überlegen! Denn gerade im Bildungsbereich, bei den Schulen, im Sport und in der Kultur gibt es mehr als genug Investitionspotenzial.

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