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11 Fragen zu Saarbrücken – das CityGuide- Interview

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11 Fragen zu Saarbrücken - das CityGuide- Interview

Im Interview: Ingrid Peters, Sängerin

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S - Saarbrücker?

Sind Sie gebürtige(r) Saarbrücker(in)?
Ja! In meinem Pass steht zwar Dudweiler, aber das liegt nur daran, dass meine Mutter von einer ihr bereits bekannten Hebamme entbunden werden wollte, die damals im St. Josef Krankenhaus angestellt war. Übrigens ist mein Sohn auch dort zur Welt gekommen, und außerdem ist Dudweiler inzwischen ja eingemeindet – also Saarbrücken.

A - Attraktionen

Saarbrücken bietet eine große Vielfalt an Attraktionen in allen Lebensbereichen. Wo in der City halten Sie sich am liebsten auf?
Natürlich am St. Johanner Markt, unserem „zweiten Wohnzimmer“ mit seinen vielen kleinen Kneipen und Cafés.

A - Anekdote

Können Sie uns eine typische Gegebenheit aus Ihrem Erfahrungsbereich erzäh­len, die Sie in Saarbrücken erlebt haben und die Ihrer Meinung nach auch so nur in Saarbrücken passiert sein kann?
Ich bin seit 33 Jahren deutschland- und weltweit als Sängerin unterwegs, aber nur hier passiert es, dass du, wenn du in eine Schaufensterauslage versunken bist, mal eben in der für den Saarländer so typischen Kurz-Sprache angesprochen wirst: „Unn? Scheen, gell! Ei jo, dät isch mir aach gern kaafe.“

R - Regionale Metropole

Als regionale Metropole ist Saarbrücken sicherlich ein interessanter Wirtschaftsstandort. Was waren Ihre Beweggründe, um sich mit Ihrem Unternehmen/Ihrer Firma hier niederzulassen bzw. ausgerechnet hier Ihre berufliche Zukunft zu su­chen?
Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Es ist mir nie in den Sinn gekommen, meine Heimat zu verlassen, obwohl die oft sehr langen Anreisen zu meinen Auftrittsorten von einem zentraleren Wohnort in Deutschland viel Zeit und Geld gespart hätten. Auch wenn ich inzwischen einen Zweitwohnsitz auf Mallorca habe: Hier ist meine Heimat und von hier gehe ich niemals weg.

B - Bekannte Saarbrücker

Saarbrücken hat prominente Töchter und Söhne hervor gebracht, die hier ge­boren wurden oder hier lebten. Wer ist für Sie die schillerndste oder beeindruckendste Persönlichkeit Saarbrückens?
August Wilhelm Iffland hat doch lange Jahre in Saarbrücken gelebt, und mit dem habe ich auch noch denselben Geburtstag (19.4.)!!! Vielleicht sollte ich ja als weitere Analogie zu seinem „Iffland-Ring“ einen „Peters-Ring“ verschenken, der dann ebenfalls über Jahrhunderte an die jeweils beste Sängerin deutscher Sprache weitergegeben wird  ;-))

R - Rischdisch gudd gess

Auch über die typisch saarländische Küche hinaus wartet Saarbrücken mit einer Vielzahl an kulinarischen Genüssen auf. Was schmeckt Ihnen wo am besten?
Als Saarländerin liebe ich es meistens herzhaft, und daher kommt mir die „Kartoffel“ am St. Johanner Markt mit ihrem Angebot sehr entgegen. Aber natürlich habe ich auch meinen Lieblings-Italiener („Milano“), -Spanier (bei mir um die Ecke) und -Thailänder („Krua Thai“ mit exotischen Kostümen und unglaublichen Blumendekorationen).

Ü - Über Sie und Ihr Verhältnis zur Stadt

Was verbindet Sie ganz persönlich mit Saarbrücken?
Hier zitiere ich aus dem Text zu einem Lied, den ich über meine Heimatstadt geschrieben habe:
„Bin ein Blatt aus deinen Zweigen, das der Wind oft weitertreibt,
bin ein Baum aus deiner Erde, der stets neue Wurzeln treibt.
Auch wenn’s mich einmal fortweht -
Und das versprech’ ich dir:
Ich bleibe nicht für lange, ich komm’ zurück zu dir.
Du bist meine Heimat, du bist mein Zuhaus
Die Stadt, in der man groß wird, die sucht man sich nicht aus
Doch wenn mich einer fragt, wo ich denn herkomm’, sag ich stolz:
Ich bin aus Saabrigge, bin aus ganz besond’rem Holz“

C - Chapeau

Die Nähe zu Frankreich ist in Saarbrücken allgegenwärtig. Welchen typischen französischen Einfluss möchten Sie nicht mehr missen?
Der größte Einfluss Frankreichs an der Saar liegt sicher im entspannten savoir vivre und in der Qualität der hiesigen Esskultur. Nirgendwo sonst findet man auf so kleinem Raum eine solche Anhäufung guter bis sehr guter Restaurants und Bistros. Egal, wo man hingeht: das Essen ist schmackhaft, auch wenn an der Tür kein Stern prangt. Und in der Rangordnung der Sternerestaurants liegen wir ja ohnehin ganz weit vorn.

K - Kultur

Saarbrücken besitzt den Anspruch, Kulturmetropole der Region zu sein. Was be­deutet für Sie Kultur und wie leben Sie Ihre kulturelle Ader hier aus?
Von Kultur ausleben kann ich leider nicht berichten, weil ich ja selbst ständig in diesem Sinne unterwegs bin, und weil mein persönliches Bedürfnis nach Unterhaltung daher verschwindend gering ist. Dennoch nehme ich natürlich das große Angebot wahr (Theater, Festivals, Kleinkunst und Konzerte). Wenn man will, findet man, was man sucht. Und wenn Barbra Streisand und Madonna nicht nach Saarbrücken kommen: damit muss man dann eben leben.

E - Eigenheiten

Saarbrücker sind von Natur aus eigen. Welche typische Saarbrücker Eigenheit findet sich bei Ihnen und welche finden Sie persönlich besonders liebenswert?
Ich finde, der Saarländer ist im Vergleich zu Menschen anderer Bundesländer ziemlich unkompliziert, bodenständig und gerade heraus. Überflüssige Worte spart er sich, und das macht ihn mir überaus sympathisch.

N - Noch eine Antwort…

…auf eine Frage, die Sie gerne gestellt bekommen hätten.
Ob ich für immer irgendwo anders leben möchte?
Nein. Der Saarländer kommt ja doch irgendwann immer wieder zurück!


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