Jochen Starke – Der „Neue“ im Gespräch
Seit dem 1. April 2009 steht ein neuer Mann an der Spitze der Energie SaarLorLux. Dr. Jochen Starke übernahm den Vorstandsvorsitz des Saarbrücker Energieunternehmens. Im Folgenden wollen wir Ihnen die Person vorstellen, die sowohl die Geschäftspolitik als auch den Marktauftritt der Energie SaarLorLux in den nächsten Jahren maßgeblich beeinflussen wird.
Herr Starke, Sie haben Jura studiert und an der Universität Freiburg in diesem Fach promoviert. Das klingt erst mal nicht nach dem Berufswunsch Energiewirtschaft?
- Ja, es war auch eher ein Zufall, dass ich im Energiegeschäft gelandet bin. Nach Studium und Referendariat bin ich Rechtsanwalt in einer Kanzlei geworden, die ausschließlich im Energiebereich beraten hat. So habe ich das Geschäft mit Strom, Gas und Wärme nach und nach kennengelernt. Und je länger ich hier tätig war, umso spannender fand ich diesen Bereich. Da war es nur konsequent, dass ich der Branche auch treu geblieben bin, als ich nach ein paar Jahren zu einem Energieunternehmen gegangen bin.
Und wie sind Sie dann „Vorstandsvorsitzender der Energie SaarLorLux“ geworden?
- Ich bin jetzt seit fast zehn Jahren in der Energiewirtschaft zu Hause. Zum Glück konnte ich dabei in vielen Bereichen Erfahrungen sammeln. So war ich zuletzt kaufmännischer Geschäftsführer der Energieversorgung Gera, also des örtlichen Strom-, Gas- und Wärmeversorgers. Man sollte aber auch immer bereit sein, sich auf eine neue Aufgabe und auch eine neue Stadt und Region einzulassen.
Welche Ausrichtung sehen Sie in den nächsten Jahren für die Geschäftsbeziehungen der Energie SaarLorLux zu ihren Geschäftskunden?
- Die Energie SaarLorLux hat sich seit ihrer Gründung bei der Versorgung von Geschäftskunden mit Energie und Dienstleistungen hervorragend behauptet. Wir überzeugen durch faire Preise, unsere Kundenbetreuung und die detaillierte Kenntnis des Energiegeschäfts. Unsere Kunden finden bei uns das berühmte „Quäntchen mehr“ an Service und an Einsatz der Mitarbeiter. Diese Stärken werden wir weiter ausbauen. Daneben erlaubt uns die gute Kenntnis über die Branchen unserer Kunden zielorientierte Angebote zu erarbeiten, die maßgeschneidert für die jeweilige Kundensituation sind.
Dies alles baut auch darauf auf, dass wir Teil der GDF SUEZ-Gruppe sind, einem der größten Energieunternehmen in Europa. Ich persönlich wünsche mir eine direkte Kommunikation zwischen unseren Mitarbeitern einschließlich mir selbst und unseren Kunden. Nur auf Offenheit und Transparenz kann man das Vertrauen für eine gesunde Geschäftsbeziehung aufbauen, die auch die stürmischen wirtschaftlichen Zeiten überdauert.
Was sind die wichtigsten Herausforderungen, denen Sie sich als neuer Chef des Unternehmens in der nächsten Zeit stellen werden?
- Wir müssen täglich beweisen, dass ein Vor-Ort-Versorger viele Vorteile gegenüber Wettbewerbern hat, die aus der Ferne und bundesweit operieren. Eine unserer Stärken ist unsere Nähe zu den Kunden. Wir wollen ein Energieunternehmen zum Anfassen sein. Der Kunde soll sich gut aufgehoben fühlen bei seiner Energie SaarLorLux. Auch wollen wir mit einem sinnvollen Engagement bei Projekten in der Region unsere Verbundenheit mit den Kunden hier vor Ort unter Beweis stellen. Und schließlich geht es gerade in den Zeiten der Wirtschaftskrise darum, Arbeitsplätze hier in der Region zu sichern.
Sie sind vor wenigen Wochen mit Ihrer Familie nach Saarbrücken gezogen. Welchen Eindruck haben Sie vom Saarland und den Saarländern bisher gewonnen?
- Wenn jemand meint, wer von Berlin nach Saarbrücken ziehe, könne sich nicht verbessern, der irrt! Die Menschen hier sind sehr offen und herzlich – und so sind wir auch empfangen worden. Das Saarland ist eine schöne Region mit hoher Lebensqualität, man ist schnell im Grünen und kann hier viel unternehmen. Und bei alledem kommt das Savoir-vivre nicht zu kurz! Ich jedenfalls bin sehr angetan.

