Letztendlich ging er der Polizei doch ins Netz… Wie die Nürnberger Nachrichten in ihrer Online-Ausgabe vom 8.07.2009 berichten, wurde ein Räuber zehn Jahre nach seiner Flucht in Saarbrücken gefasst.
Zehn Jahre nach seiner Flucht aus der Untersuchungshaft in der Schweiz ist ein 42-jähriger Straftäter Fahndern des saarländischen Landeskriminalamtes ins Netz gegangen.
Der Flüchtige war im Februar 1998 vom schweizerischen Kreisgericht Burgdorf-Fraubrunnen (Kanton Bern) wegen mehrfachen Raubes, Fälschung von Ausweisen und Drogendelikten rechtskräftig zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden, wie das LKA mitteilte. Das Urteil war in Abwesenheit des Angeklagten ergangen, nachdem dieser aus der Untersuchungshaft geflüchtet war.
Überrascht und widerstandlos
Als kürzlich LKA-Drogenfahnder wegen des Verdachts des Kokainhandels gegen den Mann ermittelten, musste er Fingerabdrücke abgeben. Der routinemäßige Abgleich mit dem Datenbestand des Bundeskriminalamtes führte dann laut LKA zu dem unverhofften Treffer. Es stellte sich heraus, dass der Mann bereits seit 1999 unter falschem Namen in der Innenstadt von Saarbrücken wohnt. Er betreibt dort ein Security-Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern. Spezialeinsatzkräfte des LKA nahmen ihn in der Nacht zum Mittwoch, 8 Juli, fest.
Der Flüchtige sei sichtlich überrascht gewesen und habe keinerlei Widerstand geleistet, hieß es. Der Mann warte nun in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken auf die Auslieferung an die Schweiz.
(Quelle: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1048306&kat=267)
