Profil & Informationen

Special - Saarbrücker Platt

Saarbrücken

Grenzlage und Jahrhunderte lange Fremdherrschaft haben die Saarbrücker Mentalität und Mundart geprägt. Dialekt wird ganz groß geschrieben und quer durch alle Schichten gesprochen - vor allem in geselligen und gemütlichen Situationen. Leute, die den Dialekt nicht beherrschen werden schnell mit dem Satz: „Du kummscht awwer nit von hier odda?“ enttarnt.
Alles, was außerhalb vom Saarland liegt, wird als „driwe“ bezeichnet und das restliche Deutschland ist das „Reich“. Um die ersten Kontakte mit einem Saarbrücker also unbeschadet zu überstehen, sollte man daher die Grundzüge der saarländischen Sprache beherrschen.

Die vielseitige Begrüßungs-Formel ist „Unn?“ und bedeutet, je nach Zusammenhang, „Wie geht‘s?“, „Wie war das Wochenende?“, „Was machen Frau und Kinder?“, oder z. B. im Sportverein „Wie habt ihr gespielt?“. Man sucht sich einfach etwas Passendes aus, um so „e Schwätzje“, also eine Unterhaltung, einzuleiten. Eine weitere Eigenart ist, dass der Saarbrücker per se nichts nimmt, sondern es holt. Er holt Tabletten ein; er holt sich Bier, wenn er zu viel wiegt, holt er ab; wenn er depressiv ist, holt er sich das Leben. Als Frau darf man nicht beleidigt sein, wenn der Mann von „ihm“ oder „ähs“ oder „meins“ spricht.
Die Saarbrückerinnen finden das ganz normal und als Frau ist man so in der Landeshauptstadt angekommen.

Der Saarbrücker ist eine liebenswerte, gesellige Spezies Mensch. Nur zwei Dinge machen ihn zum Tier: die „Freck“ und die „Flemm“. Ersteres bezeichnet eine ansteckende Erkältungskrankheit, die andere eine ansteckend schlechte Laune.

Wichtig ist daher folgender ultimativer Merksatz: „Flemm“ oder „Freck“? Nix wie weg!

Seiten

Unsere Werbepartner